Nanaimo Cassin’s Fiery Norell

Norell – „der Hund, dem man beim Lernen zugucken kann“.
Diese Bemerkung eines Freundes zu Norell trifft den Nagel auf den Kopf. Ob Obedience, Dummyarbeit, Tolling oder jagdliche Arbeit – jede Aufgabe löst er mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit und zeigt eine extrem schnelle Auffassungsgabe. Ich kann im nächsten Training meist direkt da anknüpfen, wo wir beim vorherigen Mal aufgehört haben.

Von seiner Mutter hat Norell das Denken geerbt, von seinem Vater hat er eine gehörige Portion Tempo mitbekommen – eine grandiose Kombination!

Unseren Alltag bereichert Norell mit einer gehörigen Portion Albernheit, er ist immer gut gelaunt und nutzt seinen schlauen Kopf auch für manch überraschende, meist ziemlich lustige Idee.

Gewollt hauptsächlich für Obedience, zeigt Norell mir dank seiner tollen jagdlichen Anlagen nun eine ganz neue Seite der Retrieverarbeit und ich bin gespannt, diesen Weg mit ihm gemeinsam weiter zu gehen… Mittlerweile konnten wir in allen unseren Betätigungsfeldern bereits erfolgreich unser Können zeigen und Norell beeindruckt mich immer wieder mit der Selbstversändlichkeit, in der er seinen Trainingsstand in die Prüfungssituationen überträgt.

Wir trainieren intensiv Obedience, wo mir nach wie vor seine extrem schnelle Auffassungsgabe auffällt. Fluch und Segen zugleich, denn er versteht sehr schnell bestimmte Zusammenhänge, ob die so geplant waren oder nicht. Dadurch muss ich mit unbedachten Hilfen gut aufpassen und immer mal wieder ungeplante Verknüpfungen nachvollziehen und Norell wieder anders erklären. Gleichzeitig macht es natürlich einen strukturierten Aufbau sehr leicht und es macht natürlich auch Spaß, so viele Fortschritte zu sehen.

Das Arbeitstempo von Norell ist super, er liebt es, schnell zu rennen. Gleichzeitig ist er gut konzentrierbar und hat einen tollen Fokus auf die Arbeit und lässt sich kaum ablenken.

In der Dummyarbeit zeigt er sich bisher sowohl leise wie steady und gleichzeitig sehr begeistert von dieser Arbeit. Er sucht sehr ausdauernd und selbstständig, auch in schwererem Gelände bleibt er dran, bis er etwas gefunden hat. Markieren hat er im zweiten Lebensjahr nun auch kennen gelernt und zeigt hier eine gute Tiefeneinschätzung.

Norell hat tolle Anlagen, weiß seine Nase gut zu nutzen und ist auch hier mit einem hohen Tempo unterwegs und gleichzeitig gut konzentrier- und fokussierbar.
Seine hohe Wasserfreude hat er von seiner Mutter geerbt, er schwimmt sehr sicher und gerne und zeigt keinerlei Tendenz, dadurch hochzudrehen. „Anbaden“ müssen wir gar nicht, denn Norell findet ab -3°C wird das Baden erst so richtig lustig und ist auch den ganzen Winter über bei jeder sich bietenden Gelegenheit schwimmen gewesen.

Beim Tolling zeigte sich Norells „An-Aus-Schalter“ bereits mit 6 Monaten, denn schon damals konnte er wunderbar von der Spielsituation auf das Warten in einer Tolling-Pause umschalten und auch jetzt noch liegt er dann entspannt aber aufmerksam vor mir.
Das Tollen macht ihm natürlich viel Spaß!

Die Schweißarbeit gehört zu dem Bereich, den ich zusammen mit Norell ganz neu entdeckt habe. Norell zeigt sich hier sehr talentiert und hat Schweißfährten von Anfang an sehr ruhig und konzentriert ausgearbeitet. Wie bei seiner Mutter gehört diese Arbeit mit zu Norells Lieblingstätigkeiten.