† Bora The Home Of The Toller – „Jola“

Jola war mein erster ganz eigener Hund und mein erster Toller. Eigentlich sollte sie ein Welpe werden, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – und daher zog Jola mit damals 2 1/2 Jahren am 18. November 2007 bei uns ein.

12 Jahre hatte Jola in ihrem 2.Leben bei uns, 14.5 Jahre durfte sie alt werden. Nach einem langen und ausgefüllten Hundeleben ist Jola am 27.11.2019 für immer eingeschlafen. Die Kraft hat nicht mehr gereicht.

Our Life Together

„The First Crazy One“

Jola wurde über das damalige Tollerforum als Abgabehund wegen Aggression gegen ihren Menschen abgegeben. Bei uns zeigte sie sich von Anfang an eher als ängstliche Hündin, die sich wohl „in die Ecke gedrängt“ dann gewehrt hat. Offensichtlich hatte sie auch sehr wenig kennen gelernt, denn zu Beginn waren ihr viele Außenreize unheimlich. Lediglich Ball-Bespaßung im heimischen Garten kannte sie.
Mit zunehmender Sicherheit zeigte sie dann ihr eigentlich sehr lustiges Wesen und ihren Spaß an Unternehmungen mit mir.

Obedience & weiterer Hundesport

Ursprünglich wollte ich mit meinen Tollern im Agility weiter machen, wie zuvor mit unserem Mischlingshund Trixi bereits.
Als Jola aber zu uns kam, hatte sie kaum Muskulatur und leider zeigte sich auch langfristig immer mal wieder eine Schwäche der Hinterhand.
Aus diesem Grund fanden wir relativ spontan im Obedience eine interessante Sportart.
Ich habe mit Jola und Jyoti dann viele Seminare besucht und ganz viel gelernt. Jola ist bis O2 mit mir auch auf Turnieren gestartet, hat sich in so einer Atmosphäre aber nie ganz wohl gefühlt, weswegen wir uns dann auf Spaß in der Freizeit beschränkt haben.

Zum Agility haben wir dann tatsächlich nie den Weg zurück gefunden, aber ich habe mit Jola eine Zeit lang auch mal Flyball ausprobiert. Das war auch sehr lustig und sie hatte viel Spaß daran.

Tolling & Dummyarbeit

Als mein erster Toller war Jola selbstverständlich auch die erste, mit der ich die Dummyarbeit kennen gelernt habe.
Sie lochte zum Einstieg gleich mal ein Dummy, sehr zum Schrecken unserer Trainerin – die dies zum Glück dennoch für viele Jahre und zeitweise bis heute für Seminare trotzdem noch ist.

Das Lochen von Dummys konnte ich Jola zum Glück gut abgewöhnen, auch lernte sie die Grundregeln von Steadyness, wenn gleich sie nie zuverlässig leise war.
Ansonsten hat Jola die Dummyarbeit tatsächlich mehr geliebt als das Obedience. Auch hier konnten wir auf Grund ihrer Angst vor lauten Geräuschen, die ihr als einzige ihrer Umweltunsicherheiten leider bis zum Taub werden mit 10 Jahren blieb, leider nicht an Prüfungen teilnehmen.

Just Jola

Jola hatte so viele lustige Charakterzüge, an die ich gerne mit einem Lächeln zurück denke.
So schwamm sie für ihr Leben gerne, nach Möglichkeit auch einfach neben unserem Weg her.

Sie liebte Spielen, natürlich besonders mit Menschen – und sie hat dies auch sehr nachdrücklich bei Besuch eingefordert und natürlich immer wieder Erfolg damit gehabt, jedem Spielzeug vor die Füße oder auf den Schoß zu legen.