
Training & Auslastung
Ein Toller möchte mehr erleben als tagein tagaus immer nur den gleichen Weg zu gehen.
Richtige Auslastung bedeutet sowohl körperliche wie geistige Beschäftigung.
Rassegerechte Auslastung bietet Tolling und Dummyarbeit, aber auch anderer Hundesport eignet sich dafür hervorragend. Toller sind vielseitig talentierte Hunde, die an allen möglichen Dingen Spaß haben.
Jagd
Der Toller ist eine Jagd- und Apportierhunderasse, die hauptsächlich bei der Niederwildjagd eingesetzt wird, als besonderer Schwerpunkt natürlich bei der Arbeit am und im Wasser.
Da in Deutschland aber viele Reviere mehr Fähigkeiten der Hunde benötigen, können sich die Toller auch immer wieder bei Drückjagden oder bei der Nachsuche erfolgreich zeigen.


Tolling
Wer sich mit dem Toller beschäftigt, stößt unweigerlich auch auf das, was ihm einen wichtigen Teil seines Namens verpasst hat: das Tolling.
Dabei wird dem Toller aus einem Versteck am Seeufer Spielzeug geworfen, welches er möglichst interessant, also mit höheren Sprüngen und einer begeisterten Rutenhaltung, holt.
Die neugierigen Enten werden durch dieses ungewöhnliche Verhalten angelockt und schwimmen näher, um sich dies anzusehen. Um das Interesse hoch zu halten, sollte das Tolling nicht nur interessant aussehen, sondern auch von Pausen unterbrochen sein, in denen der Hundeführer und der Hund gemeinsam leise im Versteck abwarten und die Enten näher kommen lassen. Dieses Wechseln von spielerischer Aktivität zu Pausen hinter der Blende und dann einem konzentrierten Arbeiten sind rassetypische Eigenschaften, die ein Toller zeigen sollte.
Sobald die Enten in Schussweite gekommen sind, steht der Jäger auf, wodurch die Enten auffliegen und geschossen werden können. Der Toller soll dies ruhig, steady und aufmerksam neben dem Versteck, also mit Sicht auf den See abwarten, um dann die geschossenen Enten zu apportieren.
Dummy
Dummyarbeit ist Apportiertraining, welches ursprünglich dazu diente, Jagdhunden korrektes Apportieren beizubringen, ohne dabei direkt an Wild üben zu müssen. Außerdem können Hunde im jagdlichen Einsatz so auch außerhalb der Jagdsaison trainiert werden.
Es ist also für alle Retrieverrassen eine ideale Beschäftigungsmöglichkeit, bei der die Situationen einer Niederwildjagd nachgestellt werden.
So gibt es zum einen die Markierung, bei dem der Hund das Dummy fallen sieht, sich die Fallstelle merken und auf Kommando holen soll.
Beim Einweisen muss der Hund dem Hundeführer vertrauen und sich zur Fallstelle schicken lassen, die er nicht sehen konnte. Hier ist die Führigkeit des Tollers gefragt.
Bei der Verlorensuche soll der Hund eigenständig in angemessen großem Radius in einem Gebiet suchen und mit Hilfe seiner Nasenleistung die Dummys finden.
Bei der gesamten Arbeit soll der Retriever leise und steady sein und sicher am Bein seines Hundeführers bleiben, bis er zu einer der Aufgaben geschickt wird.

weiterer Hundesport
Neben der typischen Retrieverarbeit, sei es Jagd, Tolling oder Dummytraining, eignen sich auch viele Hundesportarten zur Beschäftigung und Auslastung eines Tollers. Grundsätzlich zeigt sich der Toller zumeist als sehr vielseitige Rasse und ist für nahezu jede Aktivität zu begeistern.
Sei es Agility, Obedience, Rally Obedience, Hoopers, Mantrailing oder eine andere Art der Nasen- und Sucharbeit.


Agility
Agility ist für Hund und Mensch eine sportlich herausfordernde Hundesportart, bei der Hundeführer seinen Hund durch einen Parcours aus verschiedenen Sprunghindernissen, Tunneln, Slalom sowie den Kontaktzonengeräten führt – und das möglichst fehlerfrei und schnell! Für die meisten Toller eine sehr spaßige Sportart, die sie mit großer Freude ausüben.
Obedience
Das Wort Obedience stammt – wie die Sportart – aus dem englischem und heißt eigentlich nur Gehorsam. Obedience ist aber viel mehr als nur reiner Gehorsam des Hundes seinem Hundeführer gegenüber, es ist vor allem die Zusammenarbeit von Hund und Mensch als Team in Perfektion.
Neben den normalen Elementen der Unterordnung wie Fuß gehen, Abliegen, Sitz und Platz aus der Bewegung sowie Abrufen, gibt es beim Obedience noch viele andere Aufgaben für das Hund-Mensch-Team.
Bei allen Übungen wird auf korrektes und freudiges Ausführen der Übungen Wert gelegt, der Hund sollte gerne mit seinem Menschen arbeiten und konzentriert mitmachen.
In Prüfungen fließen auch das Verhältnis des Teams und der Umgang von Mensch und Hund miteinander in die Bewertung ein. Das Ziel soll hier immer ein freudig arbeitender Hund sein, der mit seinem Teampartner Mensch ein harmonisches Bild abgibt.
