Brauchbarer Nore!

Heute stand für Norell die niedersächsische Brauchbarkeitsprüfung mit lebender Ente an.

Los ging es mit der Überprüfung der Schussfestigkeit, wofür ich Norell in eine Suche geschickt habe, währenddessen zwei mal geschossen wurde. Wie bereits mehrfach dieses Jahr bewiesen, störte ihn das nicht im geringsten, sondern spornte ihn nur noch mehr an.

Anschließend ging es weiter mit der Standruhe, bei der er ruhig und fokussiert neben mir saß und das Treiben im Wald beobachtete.

Danach folgte eine von Norells Lieblingsaufgaben, es ging mit der Übernachtfährte weiter. Norell arbeitete diese sehr ruhig und konzentriert aus, verwies mehrfach Schweiß und führte mich sicher und souverän auf der etwas über 400m langen Fährte bis ans Stück. Seine exzellente Arbeit wurde von den Richtern sehr gelobt, wie auch wir als Team in der Zusammenarbeit.

Auf dem Rückweg durften wir unsere Fußarbeit bzw. die Leinenführigkeit unter Beweis stellen.

Nun folgte die Waldschleppe mit Haarwild. Immer wieder ein komisches Gefühl, den Hund so außer Sicht arbeiten zu lassen und nur abzuwarten, bis er wieder kommt. Aber erneut zeigte Norell eine einwandfreie Arbeit, arbeitete die Schleppspur gut aus und kam zügig mit dem Kaninchen zurück.

Die Feldschleppe mit Federwild arbeitete er – nach einer kurzen Ehrenrunde gleich zu Beginn – dann auch sicher und gut.

Es folgte also an Land nur noch die Freiverlorensuche im Rübenacker, ein Gelände ganz nach Norells Geschmack. Auch hier fand und brachte er die Ente sicher.

Nun also nur noch die Wasserarbeit, bestehend aus einem Wasserapport in Verbindung mit Schussfestigkeit im Wasser, dem Stöbern nach einem Stück Federwild und der Arbeit an der lebenden Ente.

Die Wassermarkierung samt Schrotschuss über seinen Kopf hinweg auf die Ente arbeitete Norell sehr zügig und unbeeindruckt vom Schuss. Das Schilf durchstöbert er ebenfalls gut und findet die ausgelegte Ente schnell. Hier folgte dann der eine Punkt Abzug, den wir bekommen hätten, wenn es bepunktet worden wäre: Er legte kurz vor mir ab, um sich das Wasser aus den Ohren zu schütteln.

Nun hatte Norell also alle Wasserfächer bestanden, um auch die lebende Ente arbeiten zu dürfen.

Die Ente wurde in den Teich eingesetzt und Nore durfte ihre Schwimmspur aufnehmen. Dies tat er gut bis ins Schilf und stöberte hier sehr ausdauernd nach der Ente, die sich aber lange drückte. Nach etwa 12 Minuten verließ sie die Deckung und schwamm gefolgt von Norell auf das offene Wasser hinter dem Schilf, wo sie dann etwas behäbig abhob und abstrich – ihre Papiermanschette war sie offenbar los geworden in der Zwischenzeit. Leider konnte kein Schütze schießen (auf Grund der Geländegegebenheit mit Insel und hufeisenförmigem Bach darum herum hatten wir 2 Schützen abgestellt) und somit hat Norell trotz überlebender lebender Ente diesen Teil auch bestanden, da er ausdauernd gestöbert und die Ente nach dem Finden verfolgt hat.

Somit hat Norell nun die volle niedersächsische Brauchbarkeit bestanden und darf mich zur Jagd begleiten. Ich freue mich sehr, dass er diese Prüfung mit den vielen Bausteinen so gut gearbeitet hat und freue mich auf das, was nun folgt!

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